Atelier für Kontext,
Raum und Architektur



Atelier für Kontext,
Raum und Architektur.




Testplanung Zentrum
Gemeinde Hedingen
2020-22


#Referenz


Ein Projekt von Nina Cattaneo mit Pascal Marx im Rahmen ihrer Tätigkeit als Gründerin und Geschäftsführerin von Ruumfabrigg Architekten. 

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Weiterbauen am Dorf:

Hedingen gehört zu Agglomeration Zürich, verwachsen mit der Nachbargemeinde Affoltern a.A. ist sie teil eines Zwischenstadtgürtels hinter der Albiskette. Diese Realität steht im Gegensatz zum Wunsch der Einwohner nach dem Dorf. Die gewachsene Struktur im historischen Kern Hedingens strahlt dörfliche Atmosphäre aus. Deshalb wird auf der anderen Seite der Hauptstrasse am Dorfzentrum von Hedingen weiter gebaut. Der öffentlich wahrnehmbare Raum spannt sich von Fassade zu Fassade auf. Zwischenraumtypologien regeln Übergänge von öffentlich zu privat. Nachbarschaften definieren Kleinquartiere. Anstelle von Objekten werden identitätsstiftende Räume definiert. Dorf bauen ist ein langjähriger Prozess. Die Qualität der Vielfalt unregelmässiger Dorfstrukturen kann geplant werden. Weiterbauen am Dorf ist identitätsstiftend und damit zukunftsweisend.

Im anschliessenden Gestaltungsplan sollen für die Entwicklung des Zentrums von Hedingen Räume, nicht Objekte definiert werden. Zwischenraumtypologien regeln über deren Art, Anzahl und Lage sowie deren Anzahl angrenzende Bauten die Räume im Quartier. Über die Dimension der Zwischenräume und die Anzahl Bauten an den Zwischenräumen werden Aussagen zur kritischen Grösse der Gebäude (Körnigkeit) gemacht. Die genaue Positionierung, Dimensionierung und Gestaltung - die Architektur - der Bauten liegt in der Verantwortung der Beurteilung des Gestlatungsgremiums. Gesichert werden die Qualitäten dörflicher Strukturen.






Die Räume zwischen den Bauvolumen werden in äussere und innere Freiräume unterschieden. Äussere Freiräume sind Wegräume, sie entwickeln sich linear entlang einer Strasse, dehnen sich parallel zum Strassenverlauf aus und können sich örtlich zu Plätzen oder Vorplätzen verdichten. Sie sind öffentlich, Vorplätze und Fusswege können einen halböffentlichen Charakter aufweisen. Innere Freiräume beschreiben Orträume, sie sind punktförmig, dehnen sich radial vom Zentrum aus. Sie bewegen sich zwischen halbprivat und privat.

Auf eine zusätzliche Zufahrtsstrasse wird bewusst verzichtet. Der Dorfplatz als heute schon belebter Dreh- und Angelpunkt wird gestärkt und bewusst vom Fussgänger/Velo und Werkverkehr belebt. Die Verlängerung des Perrondachs des Bahnhofs bindet diesen öffenltichen Raum an den Bahnhof an. Diese Verbindung konzentriert die Lebendigkeit im Zentrum von Hedingen.



In Zusammenarbeit mit Johannes Heine (Landschaft) von USUS Landschaftsarchitektur AG und Martin Reich (Verkehr) von STW AG für Raumplanung.

Testplanung mit Präqualifikation

Auftraggeber Gemeinde Hedingen
https://www.hedingen.ch/de/gemeinde/politik/Testplanung-Zentrum.php

Start 2020, Unterbruch Corona, Präsentation 2022